Auch Kinder können schon an chronischen Krankheiten wie beispielsweise Asthma leiden. Dafür ist das Leben in der Stadt nicht gerade förderlich. Eine Kur kann den Gesundheitszustand des Kindes deutlich verbessern.
Im Alltagsstress und den Umwelteinflüssen, die das Stadtleben mit sich bringt, kann ein Kind nur schwer gesund werden. In einer Kur hat es an der frischen Luft und in entspannter Umgebung die optimalen Umstände, um sich erholen zu können und zu Kräften zu kommen. Für Asthmakranke empfiehlt sich ein Kuraufenthalt am Meer, da die frische Seeluft gut für die Lungen ist. Es gibt einige Kureinrichtungen auf den Inseln in der Nordsee, die für Kinder sicher interessante Kurorte sind. Andere bekannte Kurorte liegen in den Bergen. Auch dort herrscht eine besonders gute Luft. Es gibt aber auch Kuren, um Hautkrankheiten, Allergien oder Übergewicht zu behandeln. Auch Kinder, die Traumata verarbeiten sollen oder unter psychischen Krankheiten leiden, können eine Kur machen.
Eine Kur für Kinder ist angepasst an die Bedürfnisse der jungen Patienten. Je nach Alter des Kindes reisen die Eltern mit an und teilen sich eine Unterkunft mit dem Kind. Wenn Geschwister und beide Eltern mitgereist sind, bekommt man eine ganze Ferienwohnung mit Kinderzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer für die Eltern. Einem Elternteil mit Kind wird ein Zimmer mit Bad und eventuell Wohnküche zugewiesen. Für Fernseher muss man oft eine Leihgebühr zahlen oder sie selber mitbringen. Kinder, die schon ein Alter erreicht haben, um alleine in Kur zu fahren, werden in einer Gruppe mit Gleichaltrigen zusammen untergebracht. Von Ärzten und Fachpersonal werden die Symptome der Krankheit behandelt und in frühen Stadien wird versucht zu verhindern, dass die Krankheit chronisch wird. Außerdem sollen die Kinder lernen, mit ihrer Erkrankung umzugehen und gesund zu leben. In besonderen Gruppenspielen lernen die Kinder ihr Selbstvertrauen nicht zu verlieren und über ihre Krankheit sprechen zu können. Neben der Therapie der Krankheit wird auch die Freizeit der Kinder ansprechend gestaltet, damit sie eine positive Erfahrung mit der Kur verbinden. Das pädagogische Personal bastelt mit den Kindern, veranstaltet Ausflüge, Filmabende oder Spielkreise. Oft gibt es auf dem Gelände der Kureinrichtung einen Spielplatz, Tischtennisplatten oder andere Freizeitangebote. Nicht zu vergessen ist bei Kuren am Meer der Strand, den man meistens in unmittelbarer Nähe findet. Hier können die Kinder im Meer baden, im Sand spielen und die frische Luft genießen. Außerdem kann man Wattwanderungen machen, Leuchttürme besichtigen und andere Attraktionen der Umgebung besichtigen
Eine Kur ist meist für mindestens vier Wochen angesetzt, damit sie effektiv sein kann. Sie wird vom Arzt verordnet und mit seiner Bescheinigung können die Eltern sie dann bei der Krankenkasse beantragen, welche die Kosten übernimmt. Wenn die Kinder noch Begleitung ihrer Eltern benötigen, zahlt die Krankenversicherung auch deren Unterkunft und Verpflegung. Die Kureinrichtungen müssen von der Krankenkasse anerkannt sein. Das garantiert den Familien unter anderem, dass das Personal fachlich kompetent ist und auch pädagogisch erfahren.
01. September 2010