Jahrgangsweine - was ist das Besondere an ihnen?

Es gibt nicht nur Jahrgangsweine, sondern auch gewöhnliche Tafelweine. Aber worin besteht denn eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Sorten?

Manche Weine werden nicht nur als Wein bezeichnet, man spricht stattdessen von Jahrgangsweinen. In den etwas niedrigeren Preisklassen hört man auch des Öfteren von Tafelweinen.

Doch es gibt einen Unterschied zwischen diesen Weintypen. Während Jahrgangsweine aus Trauben hergestellt werden, die ausschließlich aus einer Wachstumsperiode stammen, stecken in Tafelweinen nicht selten Trauben aus verschiedenen Jahren. Der Unterschied lässt sich nicht immer, aber dennoch recht häufig schmecken. Tafelweine sind oft von minderer Qualität, was man leider auch am Geschmack erkennen kann. Zum Trost ist ein Tafelwein aber meist etwas günstiger als sein großer Bruder, der Jahrgangswein.

Das muss aber nicht immer so sein. Es gibt nämlich Jahrgänge, die besonders gut sind, aber auch welche, die nicht zu den Spitzenweinen gehören. Als wirklich gute Jahrgänge in Deutschland innerhalb der letzten 10 Jahre gelten die Weine aus 1999, 2001, 2003, 2005 und 2007. Wie gut oder schlecht ein Wein wird, hängt immer von den Umweltbedingungen während der Wachstumsphase der Weintrauben ab. Im Allgemeinen benötigen die Trauben warme und sehr sonnige Bedingungen, um optimal zu reifen. Dadurch bekommen sie einen hohen Zuckergehalt, der ausschlaggebend für die Qualität eines Weines ist. Weinreben sind Kletterpflanzen.

Es gibt unzählig viele Sorten mit roten oder weißen Früchten, die am Besten in Hanglage angebaut werden. Durch diese Schräglage kann mehr Sonnenenergie auf die Weinreben gelangen, da das Anbaugebiet auf diese Art und Weise optimal zu dem glühenden Planeten ausgerichtet ist. Die Qualität der Jahrgangsweine hängt aber auch von der Rebsorte, dem Anbaugebiet, dem Herstellungsprozess sowie der Lagerzeit ab. Der Gärprozess von Weinen findet in Holz-, Beton- oder Edelstahlbehältnissen statt. Die verschiedenen Behältnisse und Fässer haben alle ihre Vor- und Nachteile.

Für gute Jahrgangsweine spielen aber nicht nur optimale Wachstums- und Herstellungsbedingungen eine Rolle, sondern auch die Erfahrung der Winzer sowie eine ständige Kontrolle des Gärungsprozesses. Ob Jahrgangswein oder Tafelwein, letzten Endes entscheiden doch die Ansprüche des Weintrinkers, zu welchem Wein gegriffen wird.