Sparbrief-Vergleich: Was gilt es zu beachten?

Wer sein Vermögen für längere Zeit festverzinslich anlegen will, sollte auch einen Sparbrief-Vergleich vornehmen. Die Angebote unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Rendite.

Wie viel Prozent an Zinsen sich im Endeffekt für den Anleger ergeben, ist eines der Hauptargumente bei der Wahl der Anlageform. Doch noch einige weitere Aspekte sollten berücksichtigt werden. Sparbriefe sind eine besonders sichere Angelegenheit, was die Ertragsberechnung angeht. Ob auch die Vermögenswerte sicher angelegt sind, hängt entscheidend von dem gewählten Bankinstitut ab. Seit 2009 ist auch die Abgeltungssteuer einzukalkulieren. So gibt es mehrere Punkte, die bei einem Sparbrief-Vergleich grundsätzlich bedenkenswert sind.

Da die Zinsen durch die Bank verbindlich zugesagt werden, kann sich jeder Anleger genau ausrechnen, wie hoch die Rendite beim Sparbrief liegt. Zinsangaben geben hier also nicht eine Renditeerwartung wieder, die nach einem halben Jahr vielleicht geändert werden muss. Mit dem Vertragsabschluss steht der Gesamtertrag unverrückbar fest. Auch die Dauer der Laufzeit wird fest vereinbart. Nach Vertragsschluss steht der eingezahlte Betrag dem Anleger plus Zinsen wieder zur Verfügung. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass es die Bank am Ende der Vertragslaufzeit noch gibt.

Damit auch bei einer möglichen Insolvenz einer Bank die Auszahlung des angelegten Vermögens sicher ist, gibt es in Deutschland und Europa verschiedene Einlagensicherungen. Insbesondere bei der Anlage von höheren Summen sollte man auf eine angemessene Sicherung achten. Bis zu welcher Höhe eine Rückzahlungsgarantie besteht, kann neben gesetzlichen Vorgaben auch durch private Sicherungssysteme beeinflusst sein. Im eigenen finanziellen Interesse sollte man sich hierüber bei jedem Sparbrief-Vergleich verlässlich informieren.

Bei der Renditeberechnung gilt es, sich nicht allein auf die Zinseinnahmen zu beziehen. Denn nach deutschem Recht werden von diesen Einnahmen im Rahmen der Abgeltungssteuer zwischen 25 und 28 Prozent der Einkünfte an den Fiskus abgeführt (inklusive Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer). Um die Gesamtrendite einer Sparbriefanlage mit anderen Anlagen zu vergleichen, sind diese Steuersätze mit zu bedenken. Für einen Vergleich der Geldanlage sind demgemäß Zinshöhe, Einlagensicherheit und Steuerhöhe relevant.