Das in den letzten Jahren zu beobachtende stark veränderte Freizeitverhalten hat zu einer immer größer werdenden Nachfrage nach abnehmbaren Anhängerkupplungen im Automobilbereich geführt.
Noch bis vor wenigen Jahren wurden auf dem Autozubehörmarkt lediglich fest montierbare Anhängerkupplungen angeboten. Da Anhänger im Privatbereich relativ selten regelmäßig und häufig sogar nur saisonal benutzt werden, hat sich mittlerweile ein neuer Trend zu abnehmbaren Anhängerkupplungen durchgesetzt. Somit ist es kaum verwunderlich, dass abnehmbare Anhängerkupplungen in der Zubehörliste beinahe aller Automobilhersteller für fast jedes Pkw-Modell auftauchen. Die Funktionsweise einer abnehmbaren Anhängerkupplung basiert auf einem Klick-Mechanismus, der so konzipiert ist, dass eine Fehlfunktion dieser Konstruktion in der Regel nicht möglich ist. Eine moderne abnehmbare Anhängerkupplung zeichnet sich generell durch ihre einfache Bedienbarkeit aus, sodass sowohl eine Montage wie auch eine Demontage jeweils nur wenige Minuten in Anspruch nehmen.
Der entscheidende Vorteil abnehmbarer gegenüber fest montierter Anhängerkupplungen ist sicherlich darin begründet, dass sie sich nach Gebrauch platzsparend und relativ einfach abmontieren und im Kofferraum verstauen lassen. Hierfür existiert in der Regel unter der Klappe der Kofferraumabdeckung eine spezielle Mulde, in die die Anhängerkupplung rutschsicher versenkt werden kann. Damit lässt sich ein gefährliches und unkontrolliertes Umherfliegen der Anhängerkupplung im Falle eines Unfalls oder starken Bremsens vermeiden. Generell sollte man nach Gebrauch der abnehmbaren Anhängerkupplung diese auch tatsächlich unverzüglich demontieren, um das Unfall- und unter Umständen auch das Verletzungsrisiko zu verringern. Zudem besteht hierzu in einigen europäischen Staaten eine Verpflichtung, die bei Nichteinhaltung mit Bußgeld belegt werden kann.
Sowohl die Automobilhersteller als auch diverse Drittanbieter machen einen nachträglichen Einbau abnehmbarer Anhängerkupplungen generell möglich. Der nachträgliche Einbau stellt mit seiner rein mechanischen Montage an die Karosserie dabei zwar keinen gravierenden Eingriff dar, allerdings ist auch die Verkabelung an den elektrischen Kreislauf des Autos zu bewerkstelligen. Nur hierdurch kann gewährleistet werden, dass der Anhänger die Brems- und Blinksignale im späteren Gebrauch auch ordnungsgemäß an die Brems-, Seiten- und Rücklichter überträgt. Daher sollten bei einer nachträglichen Montage neben den reinen Anschaffungskosten der Anhängerkupplung auch die anfallenden Arbeitskosten für Montage und Elektroverkabelung berücksichtigt werden. Letztere können je nach Komplexität der Elektronik des Autos unterschiedlich hoch ausfallen.
Wer seine Anhängerkupplung - ob fest oder abnehmbar - nachträglich anbringen lässt, darf nicht außer Acht lassen, dass ein amtlich anerkannter Sachverständiger wie beispielsweise der TÜV oder die DEKRA die Maßnahme auf ordnungsgemäßen Einbau überprüfen und in den amtlichen KFZ-Papieren bescheinigen muss. Auch diese Prüfung ist mit zusätzlichen Kosten verbunden.
27. April 2011